Die Liebe hat sich gewandelt:

Sie ist nun unendlich zart

und doch so stark,

still

und dennoch voller Lebendigkeit,

fern,

aber in jedem Augenblick gegenwärtig;

sie ist geheimnisvoll

und doch ganz klar,

rein und frei

von allen Dingen dieser Welt.

Nun ist sie daheim

in der Geborgenheit des Herzens,

im Schutze der Erinnerungen:

unantastbar,

unbesiegbar,

unverlierbar.

(Irmgard Erath)

 

Wenn ein Kind stirbt, haben viele Menschen Mitleid mit den Eltern, aber in ihrer Trauer bleiben Eltern, Geschwister und Angehörige trotzdem mit vielen offenen Fragen oft alleine.

Wie kann ich ohne das geliebte Kind weiterleben?
Mit wem kann ich sprechen ?

Wo finde ich Menschen die vergleichbare Erfahrungen gemacht haben ?

Sind meine Gedanken und Gefühle überhaupt noch normal ?

Wie kann ich den Geschwistern helfen, die auch trauern ?

Wie gehe ich mit dem Rückzug von Verwandten, Freunden und Bekannten um ?

Wie komme ich mit der Belastung der Partnerschaft zurecht ?

Kein Außenstehender kann nachvollziehen, was der Tod eines Kindes bedeutet. Man hört viele abgedroschene Phrasen wie „Die Zeit heilt alle Wunden" oder „Das Leben geht weiter".

Die trauernden Eltern wissen, das Leben wird nie wieder so weiter gehen, wie es vor dem Tod des Kindes war. Das ist eine bittere Erfahrung, die kaum auszuhalten ist. In einer auf stetes Funktionieren ausgerichteten Umwelt erfahren sie wenig Verständnis und finden kaum Raum für den so wichtigen Lebensprozess der Trauer.

In Detmold können betroffene Eltern in der Selbsthilfegruppe offen ihre Gefühle zeigen und über ihre Erfahrungen sprechen. Der schützende Kreis der Gruppe ist ein Ort, wo einem verständnisvoll und einfühlsam zugehört wird oder wo man selbst einfach nur zuhören kann. So nehmen wir langsam wahr, was mit uns passiert und helfen uns auf dem schweren Weg der Trauer.